ÖDP – Aktiv für Tierschutz

Tiere müssen vor unnötigem Leid geschützt werden.
Wir haben alle Verantwortung für Lebewesen, die sich nicht wehren können.  Auch Tiere sollen würdig leben und sterben dürfen. Deshalb lehnen wir Tierfabriken und Tierversuche ab. Stattdessen engagieren wir uns für den Artenschutz und einen respektvollen Umgang mit unserer Mitwelt.

Tierschutz der Gegenwart
Obwohl es in Deutschland ein Tierschutzgesetz gibt, sindTiere rechtlich unzureichend geschützt. Dies umso mehr, als sie nach der Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches 1990 zwar nicht mehr unter den Begriff einer „Sache“ fallen, aber strafrechtlich immer noch wie Sachen behandelt werden.
Die EU hat im Rahmen des Vertrags von Lissabon zwar ein Bekenntnis zum „Wohlergehen des Tieres“ formuliert, dies bleibt aber mangels Verbindlichkeit weitgehend folgenlos.
Besonders schwer wiegt, dass laut einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes bisher ein EU-Staat ihm bekannte Tierrechtsverstöße eines anderen EU-Staates nicht durch einseitige Maßnahmen auf seinem Territorium sanktionieren darf. Damit bleiben europaweit gültige tierschutzrechtliche Regelungen fast ausschließlich auf das Gebiet der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschränkt. Dies muss sich nach unserer Auffassung unbedingt ändern.

ÖDP-Forderungen:

 

  • Höherstufung des Tierschutzes auf EU-Ebene als europäisches Politikfeld analog der Einstufung als „Staatsziel“ lt. Deutschem Grundgesetz Art. 20a.
  • Umbau der Agrarförderung von einer reinen Flächenprämie hin zu einer Koppelung an Leistungen, die durch die Landwirte für den Tierschutz erbracht werden.
  • Europaweite Kennzeichnung der Haltungsformen von Nutztieren auf allen tierischen Produkten.Verbandsklagerecht für Tierschutzvereinigungen.
  • Verschärfung des Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts im Deutschen Tierschutzgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch.
  • Deutschlandweite Verbote betäubungslosen Schlachtens, langer Schlachtviehtransporte und massenhafter Tötung männlicher Küken.
  • Gewährleistung wesensgerechter Tierhaltung und Ernährung aller Nutz-, Sport- und Haustiere.
  • Praktikable und tierschutzgerechte Lösungen bei Ferkelkastration sowie Enthornung von Rindern.
  • EU-weites Verbot quälerischer Jagdmethoden und der Fallenjagd.

Tierversuche
Tierversuche sind vielfach mit Qualen für die Versuchstiere verbunden. Meist sind sie überflüssig, weil entsprechende
Versuche an anderer Stelle bereits durchgeführt worden sind, auf deren Ergebnisse aber nicht zurückgegriffen wird.
Alternative Methoden werden zu wenig genutzt.

ÖDP-Forderungen:

 

  • Verbot aller quälerischen Experimente mit Tieren.
  • Tierversuche müssen konsequent und drastisch auf das unvermeidbare Maß reduziert werden. Es gilt der Grundsatz: ersetzen, verringern und verbessern („Replace, Reduce, Refine“).
  • Mittelfristiges Ziel: vollständiger Verzicht auf Tierversuche.
  • Förderung der Entwicklung weiterer tierversuchsfreier Forschungsmethoden.
  • Keine Steuergelder für Tierversuche!

Zoos und Tierparks
Zeigen Tiere eingebettet in eine Umgebung, die dem natürlichen Lebensraum möglichst genau nachempfunden ist. Zoologische Gärten haben u.a. einen Bildungsauftrag, diesem nachzukommen erfordert einen hohen Anspruch an die finanzielle und personelle Ausstattung. Staatliche Stellen haben dafür zu sorgen, dass Zoos und Tierparks diesem Anspruch gerecht werden.

ÖDP-Forderungen:

 

  • Gehege müssen so gestaltet sein, dass Tiere ihrem Sozialverhalten nachkommen können.
  • Für Zoos dürfen keine Tiere der Natur entnommen werden, außer für Arterhaltungsprogramme

Zirkus
Eine artgerechte Haltung ist im Zirkus nicht möglich. Die Tiere entwickeln schwere Verhaltensstörungen, erkranken und sterben, ohne jemals wesensgerecht gelebt zu haben.

ÖDP-Forderungen:

 

  • Verbesserung der Haltungsvorschriften für Zirkustiere.
  • Verbot von Wildtieren und deren Nachzuchten in Zirkus-Unternehmen.
  • Schärfere Kontrollen und konsequentes Eingreifen bei Verstößen gegen geltendes Recht der Tierhaltung.

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